Panorama Task
Eine Panorama Task bereitet 360° Panoramabilder auf, sodass diese in der VC Map visualisiert werden können.
| Um eine Panorama Task in der Liste der Tasks auswählen zu können, ist ein gültiger Lizenzschlüssel erforderlich. Dieser muss von einem Administrator in den Allgemeinen Einstellungen des VC Publisher eingetragen werden. Bestehende Panorama-Datenquellen und -Ebenen können jedoch auch ohne Lizenzschlüssel zur VC Map hinzugefügt werden. |
Schritt 1
| Option | Beschreibung |
|---|---|
Task Name |
Name des Tasks. |
Datenquelle erzeugen o. überschreiben |
Wählen Sie, ob eine neue Datenquelle erstellt oder eine bestehende überschrieben wird. |
Datenquellen Name |
Wenn eine vorhandene Datenquelle überschrieben werden soll, wählen Sie hier die entsprechende Quelle aus. |
Schritt 2
In diesem Schritt müssen die für die Konvertierung der Panoramabilder erforderlichen Angaben definiert werden. Zu den Mindestangaben gehören das Verzeichnis der Panoramabilder sowie die zugehörige CSV-Datei. In diesem Fall werden lediglich die Bilder konvertiert, ohne dass Tiefeninformationen berücksichtigt werden. In diesem Fall beschränkt sich die Nutzung auf die reine Betrachtung der Panoramabilder.
Um die Mess- und Zeichenfunktionen in der VC Map innerhalb der Panoramabilder nutzen zu können, müssen zusätzlich die Punktwolken einbezogen werden. Dazu ist die Option „Tiefenbilder berechnen“ zu aktivieren.
Darüber hinaus können optional Intensitätsbilder berechnet werden. Diese sind jedoch nicht zwingend erforderlich, um die Messfunktion nutzen zu können.
| Option | Beschreibung |
|---|---|
Verzeichnis(se) der RGB Panoramabilder |
Angabe des Hauptverzeichnisses der Bilder. Dateien in Unterverzeichnissen werden automatisch einbezogen. Es können mehrere Verzeichnisse angegeben werden, wenn sich die Bilder an verschiedenen Speicherorten befinden. Unterstützt werden die Formate JPG/JPEG und PNG. Die Angabe des Verzeichnisses genügt, sodass eine Angabe des Dateityps nicht erforderlich ist. |
Pfad zur Standort- und Metadatei (Datei.csv) |
Angabe der CSV-Datei, die die Standorte sowie die Metadaten der Panoramabilder enthalten. |
EPSG Code (Standortdaten) |
Gibt das Koordinatenreferenzsystem der Standortdaten der CSV-Datei als EPSG-Code an. |
Kameraversatzhöhe |
Gibt die Höhendifferenz zwischen der auf dem Fahrzeug montierten Kamera und dem Geländemodell an. Die in der CSV-Datei enthaltenen Standorthöhen berücksichtigen sowohl die geodätische Höhe als auch die Höhe des Fahrzeugs inklusive Kamera. Damit die Aufnahmepunkte in der VC Map nicht oberhalb des Geländemodells schweben, kann dieser Parameter verwendet werden, um die Punkte auf das Geländemodell zu projizieren. Ein typischer Beispielwert liegt bei 2,3. Die Eingabe des Parameters kann entweder ausgelassen oder nach der Prozessierung innerhalb der Datenquelle angepasst werden. |
Es besteht die Möglichkeit, Tiefenbilder und Intensitätsbilder zu berechnen. Die Option „Tiefenbilder berechnen“ ist erforderlich, wenn die Mess- und Zeichenfunktionen innerhalb der Panoramadaten genutzt werden sollen. In diesem Fall werden Tiefeninformationen aus der zugrunde liegenden Punktwolke berücksichtigt. Die akzeptierten Punktwolkenformate sind LAS und LAZ.
Die Aktivierung der Optionen „Tiefenbilder berechnen“ und „Intensitätsbilder berechnen“ führt aufgrund der zusätzlichen Verarbeitung der Punktwolkendaten zu längeren Verarbeitungszeiten sowie zu größeren Datenmengen.
Die Option „Nordabweichung berücksichtigen“ wendet eine fest definierte Verschiebung auf die Punktwolke an. Wird diese Option nicht aktiviert, kann es zu einer Abweichung zwischen den RGB-Bildern und den Tiefeninformationen der Punktwolke kommen. Diese Option ist bei Eingangsdaten von Cyclomedia erforderlich.
| Option | Beschreibung |
|---|---|
Verzeichnis zu den Punktwolken |
Angabe des Hauptverzeichnisses der Punktwolken. |
EPSG Code |
Gibt das Koordinatenreferenzsystem der Punktwolken als EPSG-Code an. |
Spaltennamen in der Standort- und Metadatei
Hier müssen die Spaltennamen angegeben werden, damit der Prozess erkennt, in welcher Spalte der Standort- und Metadatendatei die jeweiligen Parameter enthalten sind. Wird ein Feld leer gelassen, werden standardmäßig die Spaltennamen verwendet, die beim ersten Öffnen der Panorama Task eingetragen wurden. Auch wenn die Korrekturparameter für die Winkel bereits in den Panoramabildern selbst berücksichtigt wurden, muss dennoch eine Spalte angegeben werden, deren Wert 0 ist und somit keine zusätzliche Korrektur bewirkt. Falls in der CSV-Datei keine entsprechende Spalte mit dem Wert 0 vorhanden ist, kann einfach eine zusätzliche Spalte ergänzt werden, in der für alle Zeilen der Wert „0“ eingetragen wird. Diese Spalte kann anschließend für alle Korrekturparameter (Pitch, Roll und Yaw) verwendet werden.
| Option | Beschreibung |
|---|---|
X-Komponente |
Angabe des Längengrades der Bildstandorte (Bildmitte). |
Y-Komponente |
Angabe des Breitengrades der Bildstandorte (Bildmitte). |
Z-Komponente |
Angabe der Höhe der Bildstandorte (Bildmitte). Bitte beachten: die Höhenangaben müssen im gleichen Höhenreferenzsystem vorliegen wie die Punktwolke. In der Regel sind dies die Normalenhöhen (NHN) gemäß DHHN2016. |
Nickwinkel (Pitch) |
Hier kann der Korrekturparameter für den Nickwinkel angegeben werden. In manchen Fällen ist die Angabe eines Korrekturwerts nicht erforderlich, da die Bilder bereits entsprechend korrigiert wurden. In diesem Fall muss dennoch eine Spalte vorhanden sein, die den Wert "0" enthält. |
Rollwinkel (Roll) |
Hier kann der Korrekturparameter für den Rollwinkel angegeben werden. In manchen Fällen ist die Angabe eines Korrekturwerts nicht erforderlich, da die Bilder bereits entsprechend korrigiert wurden. In diesem Fall muss dennoch eine Spalte vorhanden sein, die den Wert "0" enthält. |
Gierwinkel (Yaw) |
Hier kann der Korrekturparameter für den Gierwinkel angegeben werden. In manchen Fällen ist die Angabe eines Korrekturwerts nicht erforderlich, da die Bilder bereits entsprechend korrigiert wurden. In diesem Fall muss dennoch eine Spalte vorhanden sein, die den Wert "0" enthält. |
Panoramabild |
Gibt den Spaltennamen an, der die Namen der Schrägluftbilder enthält. |
Zeitpunkt |
Die Angabe des Zeitpunkts muss in gps-Seconds erfolgen. |
Erweiterte Einstellungen
| Option | Beschreibung |
|---|---|
Auflösung in [BREITExHÖHE] |
Angabe der Zielpanoramabilder. |
Anzahl der Threads (Standard: 4, optional) |
Anzahl der Threads, die für den Prozess und die Verarbeitung verwendet werden (Standard: 4). |
Konverter Arbeitsspeicher |
Arbeitsspeicher in Megabyte (MB), der für den Panorama Job durch den Publisher genutzt werden darf. Eine höhere Speichermenge kann die Bearbeitungszeit verkürzen. Stellen Sie sicher, dass ausreichend Speicher für andere Systemprozesse verfügbar bleibt. |
Die Option "Punktwolke kacheln" erzeugt temporäre Kacheln, die für die Tiefenbildgeneration verwendet werden. Damit wird sichergestellt, dass jedes Bild nur einmal gerendert werden muss. Mit dieser Option wird der gesamte Konvertierungsprozess schneller.
Beim Berechnen eines Testdatensatzes von wenig Bildern, sollte diese Option deaktiviert werden, da der Kachelungsprozess der Punktwolke dazu führt, dass der Prozess länger benötigt, als ohne die Kachelung.
| Option | Beschreibung |
|---|---|
Kantenlänge [m] |
Die Standard Kachellänge beträgt 400 Meter von dem nach Belieben abgewichen werden kann. |
Arbeitsspeicher für Kachelung [MB] |
Die Anzahl an Arbeitsspeicher, der für den Kachelungsprozess genutzt wird. |
Weitere Informationen zu der Datenspezifikation sind wie folgt:
Modellorientierung und Euler-Winkel der Panoramabilder
Für die korrekte Projektion der Punktwolken in die Panoramabilder gelten die folgenden verbindlichen Vorgaben:
Bezugssysteme
-
Kamerakoordinatensystem (P)
-
Y-Achse zeigt in Fahrtrichtung nach vorne
-
Die Achsen bilden ein rechtshändiges Koordinatensystem
-
-
Globales UTM-System (E)
-
X-Achse zeigt nach Osten
-
Y-Achse zeigt nach Norden
-
Z-Achse zeigt nach oben
-
-
Die Transformation beschreibt die exakte Lage und Orientierung der Panoramakamera im globalen ENU-System.
Position und Orientierung
Jede Panoramakamera wird durch die drei Koordinaten im ENU-System und drei Euler-Winkel beschrieben:
-
Translation: tE = (Easting,Northing,Height)
-
Rotation: (Roll, Pitch, Heading)
Euler-Winkel-Konvention
-
Die Rotationsmatrix von Panorama-Koordinaten in Weltkoordinaten wird in der Reihenfolge X → Y → Z gebildet:
RP→E = Rx(Pitch) * Ry(Roll) * Rz(-Heading)
-
Vorzeichen der Winkel:
-
Pitch (X-Achse): positiv
-
Roll (Y-Achse): positiv
-
Heading / Yaw (Z-Achse): negativ
-
-
Winkelangaben erfolgen in Grad
-
Diese Konvention definiert die extrinsische Rotation der Panoramakamera vom lokalen Kamerakoordinatensystem ins globale ENU-System.
Höhenreferenzsystem und Kamerahöhe über Grund
-
Alle Höhenangaben der Punktwolken und Panoramabilder müssen im gleichen Höhenreferenzsystem vorliegen. Eine automatische Transformation zwischen unterschiedlichen Höhenreferenzsystemen wird während der Berechnung nicht durchgeführt. Die Höhenangaben dienen der korrekten Lage und der präzisen Darstellung der Panoramabilder.
-
Amtliche Geodaten in Deutschland werden in der Regel in Normalhöhen (NHN) gemäß DHHN2016 ausgegeben. Um eine konsistente Nutzung und korrekte räumliche Referenzierung zu gewährleisten, sollen Punktwolken und Panoramabilder unter Verwendung einer Geoid-Transformation vor der Verarbeitung bzw. Berechnung im Konverter in dieses Höhenreferenzsystem transformiert werden. Nur so stimmen die Höhenangaben der erfassten Daten mit den Höhen der amtlichen Geodaten überein, wenn sie in einer Kartenanwendung zusammengeführt werden.
Schritt 3
| Option | Beschreibung |
|---|---|
Job schnellstmöglich starten |
Job sofort starten. |
Job zur angegebenen Zeit starten |
Job für die Zukunft planen. |
Job wiederholen |
Der Job kann automatisch periodisch durchlaufen. |
Ergebnis veröffentlichen |
Nach erfolgreicher Konvertierung wird die Datenquelle direkt automatisch veröffentlicht. |