Cloud Optimized GeoTIFF
Ein Cloud Optimized GeoTIFF (COG) ist ein normales GeoTIFF, dessen interne Struktur speziell so angeordnet ist, dass Clients über das Internet nur die benötigten Teile der Datei laden müssen – statt das gesamte TIFF herunterzuladen. Dies geschieht durch eine interne Kachelung (tiling) und eingebaute Übersichten (overviews) sowie die Nutzung von HTTP‑Range‑Requests. Dadurch lassen sich große Rasterdaten sehr effizient in Web‑ und Cloud‑Workflows anzeigen und verarbeiten.
| Eine Cloud Optimized GeoTIFF (COG) Datenquelle muss die Rasterdaten im Koordinatenreferenzsystem EPSG:3857 bereitstellen. Befindet sich das COG in einem anderen CRS, muss es vor dem Hinzufügen als Datenquelle auf EPSG:3857 umprojiziert werden. Außerdem muss das Tiling an das TMS-Schema angepasst sein. Wenn das COG diese Anforderungen nicht erfüllt, kann es nicht als Datenquelle hinzugefügt werden und führt zu einem Fehler. Wir empfehlen außerdem dringend, für die Komprimierung die LZW-Methode zu verwenden, da dies eine bessere Performance beim Zugriff auf die Daten ermöglicht und Fehler durch unbekannte Komprimierungsmethoden wie zstd vermeidet, die nicht von allen GeoTIFF-Bibliotheken unterstützt werden. |
Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der Optionen:
| Option | Beschreibung |
|---|---|
Name |
Name der Datenquelle. |
Beschreibung |
Beschreibung der Datenquelle (optional). |
Ausdehung |
Beschreibt die Bounding Box der Daten. |
URI |
URI, auf der die Datenquelle liegt. |
Minimales Level |
Das minimale Zoom-Level, für das Kacheln im COG verfügbar sind. Dieser Wert sollte auf das niedrigste Zoom-Level gesetzt werden, für das das COG Daten enthält. Die korrekte Einstellung ermöglicht es dem System, Anfragen für Kacheln auf Zoom-Levels ohne Daten zu vermeiden und verbessert so die Performance und reduziert unnötige Anfragen. |
Maximales Level |
Das maximale Zoom-Level, für das Kacheln im COG verfügbar sind. Dieser Wert sollte auf das höchste Zoom-Level gesetzt werden, für das das COG Daten enthält. Die korrekte Einstellung ermöglicht es dem System, Anfragen für Kacheln auf Zoom-Levels ohne Daten zu vermeiden und verbessert so die Performance und reduziert unnötige Anfragen. |
Kachelschema |
Das im COG verwendete Tiling-Schema. Dies sollte auf "Mercator" gesetzt werden, wenn das COG gemäß dem TMS-Schema gekachelt ist und EPSG:3857 verwendet, was häufig für Web-Mapping-Anwendungen genutzt wird. Wenn das COG ein anderes Tiling-Schema wie "Geographic" (EPSG:4326) verwendet, sollte dies entsprechend eingestellt werden. Die korrekte Einstellung stellt sicher, dass das System die Kachelkoordinaten richtig berechnen und die passenden Kacheln aus dem COG anfordern kann. |
In RGB umwandeln |
Wenn das COG Daten in einem Format enthält, das nicht direkt für die Visualisierung unterstützt wird (z. B. Einzelband- oder Mehrbanddaten mit nicht-RGB-Bändern), kann diese Option aktiviert werden, um die Daten für Anzeigezwecke in das RGB-Format umzuwandeln. Dies ist nützlich für die Visualisierung bestimmter Rasterdaten, kann aber zu erhöhtem Verarbeitungsaufwand und Speicherbedarf führen und sollte daher nur bei Bedarf verwendet werden. |
Normalisieren |
Wenn das COG Daten mit einem großen Wertebereich enthält, kann die Aktivierung der Normalisierung die Visualisierung verbessern, indem die Pixelwerte auf einen handhabbaren Bereich skaliert werden. Dies kann den Kontrast erhöhen und Merkmale besser sichtbar machen, aber auch zu Detailverlust in Bereichen mit feinen Unterschieden führen, daher sollte diese Option mit Vorsicht verwendet werden. |
Interpolieren |
Wenn aktiviert, wird beim Rendern des COG eine Interpolation angewendet, wenn das native Datenauflösung nicht mit der Anzeigeauflösung übereinstimmt. Dies kann die visuelle Qualität verbessern, indem pixelige Kanten geglättet werden, kann aber auch zu Unschärfe oder Artefakten führen und sollte je nach Visualisierungsanforderungen eingesetzt werden. |
Nachdem alle Einstellungen vorgenommen wurden, muss die Datenquelle gespeichert werden. Danach kann sie als 2D-Karte oder als Overlay einer Gelände-Ebene in der Vorschau (Button 'Karte aktivieren') betrachtet werden.
Datenvorschau
Die Datenvorschau ermöglicht eine visuelle Kontrolle der konfigurierten Datenquelle vor der Veröffentlichung. Sie zeigt die Daten im Kartenfenster in der gewählten Projektion und innerhalb des definierten Ausdehnungsbereichs an. Nutzer können die Karte interaktiv verschieben und zoomen, um die Darstellung zu prüfen.
Änderungen an der Datenquelle oder der Ausdehnung werden nach Klick auf "Karte neu laden" in die Vorschau übernommen.